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Fragen und Bedenken

zur Auszeit im Kloster

Gedanken vorab

Ist im Kloster irgendetwas verboten?

In den meisten Klöstern herrscht eine Atmosphäre der Stille. Wenn du vor hast z. B. sehr laut Musik zu hören, ist das Kloster wahrscheinlich nicht das Richtige für deine Auszeit. Auch Haustiere sind im Kloster nicht so gut aufgehoben. Frage im Zweifel einfach direkt beim Kloster nach.

Kann man auch als Paar kommen?

Ja, für die allermeisten Klöster ist das kein Problem. Bedenke jedoch, dass eine Solo-Auszeit eine andere Qualität und Tiefe haben kann, als wenn dein Partner mit dabei ist. In unserer Suche findest du den entsprechenden Filter für Paare.

Muss ich an den Gebetszeiten teilnehmen?

Im Kloster gibt es kein Muss. Mache dich in deiner Auszeit frei von dem Druck, irgendetwas tun zu müssen. Wenn es dir hilft, lass dir das von einem Bruder oder einer Schwester bestätigen. Die Gebetszeiten sind eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und das Klosterleben kennenzulernen. In manchen Häusern ohne Orden oder Lebensgemeinschaft (z. B. Bildungs- und Exerzitienhäuser) gibt es keine Gebetszeiten.

Muss ich gläubig sein, um eine Auszeit in einem Kloster zu buchen?

Nein. Alle Klöster empfangen bewusst und gerne Suchende und Nicht-Glaubende, Christen jeder Konfession und Nicht-Christen. Achte auf das Filter-Merkmal „Nicht-Gläubige“ willkommen , wenn du ganz sicher gehen willst.

Muss ich mich mit irgendetwas auskennen, damit ich im Kloster klarkomme?

Nein. Die Klöster sind auf Menschen eingestellt, die sich mit dem Klosterleben nicht auskennen. Alles was du wissen musst, wird dir vorab oder vor Ort erklärt. Und falls du doch eine Frage hast, findest du immer jemanden, der sie dir gerne beantwortet.

Wie alt sind die anderen Gäste?

Oft verschlägt es Menschen der zweiten Lebenshälfte ins Kloster. Inzwischen gibt es aber auch immer mehr junge Menschen oder Berufseinsteiger, die im Kloster Orientierung und Auszeit suchen. Wen du am Ende genau im Kloster noch so triffst, kann dir natürlich keiner vorhersagen.

Planung und Buchung

Was kostet ein Einzelgast-Aufenthalt im Kloster?

Das ist unterschiedlich. Du wirst Klöster finden, in denen der Aufenthalt kostenlos ist, aber eine Spende möglich ist. Die meisten Klöster erheben einen moderaten Kostenbeitrag, wenige Klöster mit hotelähnlichem Gästehaus verlangen höhere Preise.

Welche Dauer haben die Seminare im Kloster?

Die Seminare dauern in der Regel zwischen zwei bis drei Tagen (Wochenendseminare) bis zu zwei Wochen.

Wie buche ich eine Auszeit im Kloster?

Am besten gehst du auf die eigene Website des Klosters. Dorthin gelangst du von der jeweiligen stillefinden-Klosterseite. Auf der Website des Klosters findest du entweder ein Anfrageformular für einen Einzelgastaufenthalt oder Seminar – oder du findest eine Telefonnummer oder E-Mailadresse, unter der du deine Anfrage stellen kannst.

Wie lange sollte mein Klosteraufenthalt mindestens dauern?

Drei Tage sind eine gute Mindestaufenthaltslänge. Darunter gibt es meist weder einen Erholungs- noch einen Besinnungs-„Effekt“.

Wie sollte ich das erste Mal „Kloster“ am besten angehen?

Plane einen Aufenthalt zwischen drei und nicht mehr als fünf Tagen, wenn du eine individuelle Auszeit machen möchtest. Ansonsten ist die Teilnahme an einem Seminar (z. B. Besinnungstage) zu empfehlen, in dem du noch mehr „an die Hand genommen“ wirst. Suche dir ein entsprechendes Kloster auf stillefinden.org heraus – un probiere es aus!

vor Ort

Darf ich ein Handy, Tablet oder Laptop mitbringen?

Das ist in keinem Kloster grundsätzlich verboten. Aber: Deine Auszeit wird dir mehr Erholung, Lebendigkeit und Tiefe ermöglichen, wenn du auf elektronische Geräte und Internet verzichtest.

Gibt es Bereiche im Kloster, die für Gäste nicht zugänglich sind?

Ja. In den sogenannten „Klausurbereich“ darf man als Gast normalerweise nicht hinein. Falls du an einer Tür das Schild „Klausur“ siehst, halte einfach respektvollen Abstand und wähle einen anderen Weg.

Gibt es m Kloster WLAN?

Zum Teil: Ja. Unabhängig davon lässt sich aber ein genereller Verzicht auf elektronische Geräte und Internet/E-Mails usw. empfehlen. Wo könntest du auch davon eine Auszeit nehmen wenn nicht in einem Kloster? Wenn Internet für dich ein wichtiger Punkt ist, kläre das am besten gleich bei deiner Anfrage an das Kloster.

Habe ich auch genügend Zeit für eigene Unternehmungen?

Ja, wenn du einen individuellen Einzelaufenthalt wählst. Bei den Seminaren hängt es vom Seminarkonzept ab. Stille-Seminare sehen oft längere individuelle Stille-Zeiten für den Einzelnen vor. Diese eignen sich gut für z. B. Spaziergänge. Andere Seminare sind vom Programm her dichter konzipiert. Wenn dir eigene Unternehmungen wichtig sind, ist ein Einzelgastaufenthalt wahrscheinlich passender für dich.

Ich habe das Bedürfnis, mit jemandem zu sprechen. Wen kann ich fragen?

Im Kloster ist man darauf eingestellt, persönliche, vertraute Gespräche mit Gästen zu führen – also keine Scheu! Falls du nicht weißt, wen du fragen kannst, hilft dir ein Mitarbeiter an der Klosterpforte oder Rezeption bestimmt weiter.

Kann ich mitarbeiten?

Der zweifache Rhythmus von Beten und Arbeiten (Ora et labora) ist kennzeichnend für das Klosterleben. Auf Anfrage ist es in fast jedem Kloster möglich, sich praktisch zu betätigen und in der Küche, im Garten oder im Haus mitzuarbeiten. Klöster mit dem Merkmal Praktische Mitarbeit möglich bieten dies Auszeit-Gästen explizit an.

Kann ich vegetarisches, veganes oder glutenfreies Essen bekommen?

Meistens ist das kein Problem. Kläre das am besten gleich bei deiner Anfrage an das Kloster.

Wie funktioniert die Verpflegung?

In fast allen Häusern buchst du standardmäßig eine Vollverpflegung mit. In einigen Häusern kannst du dich auch selbst verpflegen. Auf Anfrage ist oft auch Halbpension möglich.

Wie oft finden die Gebetszeiten statt?

Das variiert von Kloster zu Kloster. Es gibt aber immer mindestens ein Morgen-, Mittags- und Abendgebet. Siehe auch Kloster-Sprache (Gebetszeiten)

Wo schlafe ich?

Du bekommst ein Zimmer für dich, in dem du während deiner gesamten Auszeit deine Privatsphäre und deinen Rückzugsraum hast. Die meisten Klöster bieten einen recht hohen Zimmerstandard, die meisten mit eigener Nasszelle.

Kloster-Sprache

Ein kleines Lexikon von Kloster-Begriffen

Chor

Der Raum, in dem die Mönche/Nonnen das Stundengebet beten. Entweder es ist ein eigener Raum im Kloster, meist ist der Chor jedoch in die Klosterkirche integriert.

Exerzitien

Geistliche “Übungen”. Die klassische Form der Exerzitien wurde von Ignatius von Loyola entwickelt. Allgemein gibt es inzwischen vielfältige Arten von Exerzitien, verstanden als geistliche Wege in der Begegnung mit Gott. Die klassische Version beinhaltet Stillschweigen, Zeiten der persönlichen Meditation, ein tägliches Begleitungsgespräch und die Feier der Sakramente. Es geht dabei um das eigene Leben und Texte aus der Bibel.

Gastbruder / Gastschwester

Oft gibt es im Kloster eine Person, die sich vorrangig um die Gästebetreuung kümmert. An sie kannst du dich mit allen Fragen wenden.

Gebetszeiten

Die Gebetszeiten (auch Tageszeitengebet oder Stundengebet) sind ein fester Gebetsrhythmus, der den Tag durchzieht und einteilt. Früher wurde alle drei Stunden gebetet. Die einzelnen Gebetszeiten heißen lateinisch: Laudes, Prim (zur 1. Stunde, Sonnenaufgang), Terz, Sext, Non, Vesper, Komplet, Vigilien.

Habit

Ordensgewand der Mönche und Nonnen.

Klausur

Ein abgeschlossener Bereich innerhalb des Klosters, der den Ordensleuten vorbehalten ist. Er ist ein Zeichen der Trennung und Abgeschlossenheit von der Welt.

Kongregation

Ein Klosterverband selbstständiger Klöster in der römisch-katholischen Kirche.

Ora et labora

Eine alte Mönchsregel und auch eine Form der Auszeit im Kloster. Du kannst zum Beispiel ein Zimmer im Kloster buchen und tagsüber im Alltag der Mönche und Nonnen mitarbeiten.

Orden / Ordensregel

Ein Orden ist eine meist klösterliche Lebensgemeinschaft, die nach bestimmten Regeln lebt und deren Mitglieder bestimmte Gelübde abgelegt haben.

Pforte

Die „Rezeption“ des Klosters – hier befindet sich meist die Telefonzentrale und zentrale Auskunftsstelle des Klosters. Wer das Kloster betreten möchte oder jemanden sprechen möchte, meldet sich hier. Daher befindet sich die Pfort meist direkt am Haupteingang des Klosters.

Prior/Abt/Oberer

Vorsteher bzw. Leiter eines Klosters.

Provinz

Eine Ordensprovinz ist die regional untergliederte Verwaltungseinheit eines christlichen Ordens.

Refektorium

Der lateinische Begriff für den Speisesaal der Mönche und Nonnen im Kloster.

Rekreation

Das ist der lateinische Begriff die gemeinsame Zeit der Erholung, die Mönche und Nonnen oft abends im Kloster miteinander verbringen. Oft gibt es auch einen gleichnamigen Raum dafür im Kloster.

Stundenbuch

Gebetsbuch, in dem die Text für die Gebetszeiten für ein gesamtes Jahr abgedruckt sind.

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